Düsseldorfer Klimapakt knackt 100-Mitglieder-Marke

Der Düsseldorfer Klimapakt mit der Wirtschaft hat eine bedeutende Schwelle überschritten: Mehr als 100 Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen und Größen haben sich dem freiwilligen Bündnis für Klimaschutz angeschlossen.

Veröffentlicht

04.07.2025

Vom inhabergeführten Handwerksbetrieb über mittelständische Produzenten bis hin zu internationalen Konzernen eint sie ein gemeinsames Ziel: Düsseldorf klimaneutral machen. Bei der Vorstellung der aktuellen Ergebnisse auf dem 8. Netzwerktreffen am 3. Juli 2025 würdigte Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller das Engagement:

„100 Unternehmen, die sich dem Düsseldorfer Klimapakt mit der Wirtschaft angeschlossen haben - das ist ein starkes Zeichen für unsere Stadt und das Ergebnis des entschlossenen Einsatzes unserer Düsseldorfer Unternehmenslandschaft. Klimaschutz ist ein Motor für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit und hat auch in herausfordernden Zeiten höchste Priorität.“

Ein Vorbild weit über Düsseldorf hinaus

Mit seiner klaren Struktur, der engen Einbindung der Wirtschaft und aktiver Unterstützung durch Stadt und Partnerorganisationen hat sich der Klimapakt zu einem bundesweit beachteten Modell entwickelt. Die Auszeichnung als „Klimaaktive Kommune“ im Jahr 2023 bestätigt diesen Vorreiterstatus. Städte wie Krefeld, Essen und Duisburg nutzen den Düsseldorfer Ansatz bereits als Vorlage für eigene Programme.

Wirtschaft und Handwerk ziehen an einem Strang

IHK-Präsident Andreas Schmitz betonte, dass Klimaschutz nicht nur eine ökologische, sondern auch eine strategische Notwendigkeit für Unternehmen sei:

„Angesichts steigender Wettbewerbsanforderungen, ambitionierter Klimaziele, gestiegener Kundenerwartungen sowie strenger gesetzlicher Rahmenbedingungen liegt es im ureigenen Interesse jedes Unternehmens, Klimaschutzmaßnahmen voranzutreiben. […] Der Klimapakt aus Stadt, Handwerk und Wirtschaft bietet uns hierfür auch künftig die optimale Plattform, um zielgerichtet voneinander zu lernen, Synergieeffekte zu nutzen und gemeinsam nachhaltige Lösungen zu entwickeln.“

Auch Andreas Ehlert, Präsident der Handwerkskammer Düsseldorf, hob die doppelte Rolle des Handwerks hervor – eigene Emissionen senken und gleichzeitig Kunden bei nachhaltigen Lösungen unterstützen.

Konkrete Maßnahmen – messbare Wirkung

Ein Jahr nach dem Beitritt verpflichten sich Klimapartner, konkrete Ziele und Maßnahmen festzulegen. Bereits mehr als die Hälfte der Mitglieder ist diesem Aufruf gefolgt. Für die ersten 31 Partnerunternehmen wurden 157 Einzelmaßnahmen gemeldet – mit einem Potenzial zur Einsparung von rund 100.000 Tonnen CO₂ pro Jahr.

Die Schwerpunkte liegen auf:

  • Energie (vermeiden, reduzieren, optimieren)
  • Umstellung auf erneuerbare Energien, wie Ökostrom
  • Elektrifizierung des Fuhrparks
Vom lokalen Bündnis zum überregionalen Vorbild

Seit seiner Gründung im Oktober 2021 hat sich der Düsseldorfer Klimapakt dynamisch entwickelt. Regelmäßige Netzwerktreffen, praxisorientierte Schulungen und individuelle Beratung machen ihn zu einem effektiven Instrument für nachhaltiges Wirtschaften – und zu einem Impulsgeber für viele andere Städte.

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