Düsseldorf Fashion Days Festival Edition: Wie Mode zur Stadterfahrung wird
Was 2021 als Format im Rahmen der Sommer-Düsseldorf Fashion Days (DFD) und als pandemiebedingte Unterstützung für den lokalen Einzelhandel gestartet ist, hat sich zu einem festen Termin für Modebegeisterte, Kreative, Handel und Kultur entwickelt.
Veröffentlicht
16.09.2026
Rund 75.000 Menschen, mehr als 200 Stände, Pop-ups und Aktionen, 250 beteiligte Unternehmen und eine ganze Innenstadt im Zeichen von Fashion, Lifestyle und Kreativität.
Der besondere Erfolgsfaktor: Das Festival richtet sich nicht an ein Fachpublikum, sondern bringt Mode direkt zu den Menschen. Mitten in der Stadt, für alle frei zugänglich und mit zahlreichen Möglichkeiten zum Entdecken und Mitmachen. Insbesondere steht natürlich der stationäre Handel im Fokus, der mit selbstgestalteten Events und Aktionen Mehrwert schafft und Erlebnisse bietet.
Die Anfänge der „Festival Edition“
Konzeptioniert durch die Wirtschaftsförderung entstand die DFD Festival Edition als Spin-Off der Ordertage für den Einzelhandel, um der Modebranche während der umsatzstärksten Woche für das Ordergeschäft wieder mehr Sichtbarkeit im Stadtbild zu bieten. Der Start mitten in der Corona-Pandemie war dabei alles andere als einfach. Zu Beginn beschränkten sich die Möglichkeiten auf Walking Acts, Vitrinen und verschiedene Aktionen im stationären Handel. Heute ist daraus ein Festival für Fashion, Beauty und Lifestyle entstanden. Schritt für Schritt wurden die lokale Gastronomie sowie Sport- und Kulturinstitute stärker eingebunden, professionell organisierte Fashion Shows für alle Besucherinnen und Besucher geöffnet und interaktive Hotspots im öffentlichen Raum geschaffen. Inzwischen ist die Stadt Bühne für Innovation im Bereich Lifestyle-Marketing im Handel.
Ein Festival, viele Orte, ein gemeinsames Erlebnis
Herzstück ist der Corneliusplatz im Herzen der Düsseldorfer Innenstadt. International bekannte Marken sowie Designerinnen und Designer präsentieren dort inzwischen in Fashion Shows aktuelle und kommende Kollektionen. Pop-up-Präsentationen, Food-Angebote und kreative Aktionen verwandeln den zentral gelegenen Platz zum Treffpunkt für Modebegeisterte. Beim Format „Taste Up!“ stellt der lokale Koch- und Servicenachwuchs gemeinsam mit renommierten Düsseldorfer Gastronominnen und Gastronomen sein Können zur Schau.
Nur wenige Gehminuten entfernt wird der Schadowplatz zur nächsten Festivalbühne. Auf dem öffentlichen Catwalk können Besucherinnen und Besucher ihre persönlichen Lieblingslooks präsentieren. Dazu kommen Mitmachangebote, Freundschaftsbänder, musikalisch begleitete Café-Momente und diverse Pop-ups.
Entlang der Schadowstraße und in zahlreichen Geschäften der Innenstadt geht das Festival weiter: Partner laden zu eigenen Aktionen, Rabatten und In-House-Erlebnissen ein. Weitere Programmpunkte verteilen sich über angrenzende Plätze, den Hofgarten und Kulturorte.
Mode trifft auf Design, Kultur und Sport
Die Festival Edition zeigt: Mode funktioniert besonders gut, wenn sie Grenzen überschreitet. Im Hofgarten ergänzen Museen und ein kuratierter Designmarkt mit mittlerweile mehr als 40 Ausstellerinnen und Ausstellern das Programm. Kunst, Design und Fashion kommen hier unmittelbar zusammen.
Vom Zuschauen zum Mitmachen
Ein wichtiger Teil des Konzepts ist die aktive Rolle des Publikums. Ob auf dem Public Catwalk, bei Workshops, an Fotospots, beim individuellen Fashion-Porträt oder bei verschiedenen Pop-ups: Die Besucherinnen und Besucher sind nicht nur Gäste, sondern Teil des Festivals.
Genau darin liegt eine der großen Stärken des Formats. Etablierte Marken treffen auf Nachwuchstalente, lokale Kreative auf ein breites Publikum, Mode auf Musik, Gastronomie, Kunst und Kultur. Dadurch entstehen neue Begegnungen und eine lebendige Plattform für Ideen und Perspektiven.
Gemeinsam stark: Handel, Kreativszene und Stadt
Organisiert wird das DFD Festival vom Amt für Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Düsseldorf in Zusammenarbeit mit lokalen und regionalen Unternehmen. Das Zusammenspiel vieler Akteurinnen und Akteure ist ein zentraler Erfolgsfaktor. Während sich in 2022 beispielsweise knapp 100 Unternehmen beteiligten und lediglich 12 Aktionen im öffentlichen Raum stattgefunden haben, ist die Zahl der Unternehmen, die zum Event beitragen in 2026 auf über 250 gestiegen, mit rund 100 Aktionen im öffentlichen Raum. Dies lässt sich auch im Stadtbild erkennen, denn parallel hat sich die Landeshauptstadt auch außerhalb des DFD Festivals zu einem Hotspot für Pop-up Events entwickelt und es vergeht kaum ein Wochenende, an dem nicht ein neues Erlebnis auf die Besucherinnen und Besucher der Innenstadt wartet.
Auch ein im Rahmen des DFD Festivals stattfindendes Stadtteil-Sommerfest, das Lorettofest, zeigt wie stark lokale Handels- und Gastronomiekonzepte das Gesamterlebnis bereichern können. Mehr als 60 Händlerinnen und Händler sowie Gastronomien mit eigenen Fashion-, Beauty- und Lifestyle-Aktionen beteiligen sich.
Damit verbindet die Festival Edition zwei Perspektiven: Sie schafft Aufmerksamkeit für Düsseldorf als Modestandort und stärkt gleichzeitig den lokalen Einzelhandel und die Kreativwirtschaft.
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